00:00:00: Liebe Hörerinnen und Hörern, herzlich willkommen zu einer neuen Episode unseres Podcasts mit Schulbank Stories – RAN Education on Air.
00:00:09: Diesmal melden wir uns von einem ganz besonderen Ort!
00:00:12: Wir sind nämlich in Elguna am Roten Meer, zu Gast an unserer Schweizer Schule RAN ETICATION ELGUNA.
00:00:18: Ich freue mich sehr heute mit Nadine Zug, Schulleiterin ins Gespräch zu kommen Und unsere heutigen Folge haben wir im Vorfeld den Arbeitstitel «Schweizer Bildung am Rotem Meer.
00:00:28: wie eine Schule wächst Und ich finde, dieser Titel bringt das Thema eigentlich sehr gut auf den Punkt.
00:00:33: Also vor circa genau einem Jahr hat die RAN Education nämlich die Schweizer Schule in der GUNA fortgeführt und es ist doch der perfekte Anlass für so einen kleinen Rückblick.
00:00:44: Wir wollen unter anderem uns die Frage stellen wie sich die Schule seitdem entwickelt?
00:00:48: Was macht diesen Bildungsstandort eigentlich besonders?
00:00:51: Und was sich vielleicht auch viele Hörerinnen und Hörere fragen, wie funktioniert eigentlich Schweizer Bildung mitten in Ägypten?
00:00:57: Doch bevor wir jetzt gleich mit unseren Themen und Fragestellungen einsteigen, möchte ich Nadine Zug nochmal ganz herzlich begrüßen.
00:01:05: Hallo Nadin!
00:01:05: Und stelle dich doch gerne für unsere Hörerschaft
00:01:07: kurz vor.
00:01:09: Vielen vielen Dank.
00:01:10: Herzlich willkommen erstmal in Elguna an unserer schönen Schule hier.
00:01:15: Mein Name ist Nadine Zug.
00:01:16: Ich bin die Schulleitung der Schweizer Schüleraneducation ElgUNA.
00:01:20: Ich leite gemeinsam mit meinem Team Seit einem Jahr den Standort, wie schon gesagt sind wir eine junge Schule im Aufbau.
00:01:29: Ich begleite die Entwicklung der Schule sowohl organisatorisch als auch pädagogisch.
00:01:34: in diesem Jahr unterrichte ich selbst Unter anderem Mathe in der Klasse Fünf und Theory of Knowledge in Klasse Zehn.
00:01:40: Es ist unsere Pre-IB Vorbereitungsklasse Und ich freu mich dass ihr heute hier seid.
00:01:49: Wir freuen uns auch sehr, dass wir hier sind und ich würde gleich mit unserer ersten Fragestellung einsteigen.
00:01:55: Ein Jahr Schweizer Schule RAN Education in Guna!
00:01:58: Wie hat die Schule seit ihrer Öffnung oder Fortführung durch die RAN-Education weiterentwickelt?
00:02:03: Und welche Erfahrungen vor allem für die Zukunft nimmt man aus diesem ersten Jahr
00:02:08: mit?!
00:02:10: Wir sind eine sehr junge Schule.
00:02:12: Im ersten Jahr ging es vor allem darum, Strukturen aufzubauen und gleichzeitig einen guten Schulalltag für die Kinder zu gestalten.
00:02:21: Dabei haben wir sehr viel gelernt über die Bedürfnisse der Kinder, der Eltern, der Lehrpersonen und natürlich auch über diesen besonderen Standort hier in Elbuna.
00:02:30: Für uns war besonders wichtig Vertrauen aufzubauern im Team mit den Familien und innerhalb des RAN Education Networks Und Schule im Aufbau bedeutet für uns jeden Tag weiterzuentwickeln, zu verbessern und damit gemeinsam zu wachsen.
00:02:46: Also viel so auch im Alltag.
00:02:47: lernen Erfahrungen und daraus weiter entwickeln?
00:02:50: Genau!
00:02:51: Jetzt fragen sich wahrscheinlich viele unserer Hörerinnen und Hörere auch was macht eigentlich eine Schweizer Schule in Ägypten so schweizerisch also kann man sich erst mal gar nicht so vorstellen.
00:03:02: Ja Für uns ist der Schweizer Lehrplan einundzwanzig eine wichtige Grundlage.
00:03:07: Der legt den Fokus nicht nur auf Wissen, sondern auf Kompetenzen.
00:03:11: Und unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen ihr Wissen anzuwenden Zusammenhänge dabei zu verstehen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.
00:03:19: Und schweizerisch dabei ist nicht nur der Lehrplan es auch die Haltung die sie dabei lernen sollen klare Strukturen Verlässlichkeit sorgfältige Beurteilungen Eigenverantwortung durch offene Arbeitsformen und natürlich auch ein respektvolles Miteinander.
00:03:36: Unsere Schule steht unter der freiwilligen pädagogischen Schulaufsicht des Kantons Uri.
00:03:41: Dadurch dürfen wir Zeugnisse für die Klassen eins bis neun nach den Vorgaben des Kantones ausstellen und erfüllen gleichzeitig die Anforderungen des ägyptischen Kurikolums, soweit diese dann für unsere Schülerinnen und Schüler relevant
00:03:56: sind.".
00:04:00: Das
00:04:03: war auch Teil des ersten Jahres.
00:04:06: Das Aufbau ist praktisch beide Kurikular- und Stundentafelanforderungen miteinander zu verknüpfen
00:04:15: Und eine Besonderheit ist ja auch die Mehrsprachigkeit hier am Standort.
00:04:19: Also so deutsch, englisch und arabisch treffen hier ja aufeinander.
00:04:22: Wie funktioniert das im Unterricht?
00:04:24: Und es gibt ja auch Nikita – wie funktioniert das auch bei den kleinen Kindern in der Kita?
00:04:28: Ja!
00:04:29: Also mehr Sprachigkeit ist bei uns natürlich ein sehr wichtiger Teil des Schulalltages weil wir Schülerinnen und Schüler aus ganz vielen verschiedenen Nationalitäten haben.
00:04:37: Ich meine momentan sind siebzehn verschiedene Nationalitäten Und dabei ist es einfach wichtig, auch strukturiert vorzugehen.
00:04:45: Deutsch ist dabei die Zentrale Unterrichts- und Bildungssprache für das Schweizer Curriculum.
00:04:50: Englisch findet gezielt im Englischen Unterricht statt Französisch Stand im Französischen Unterrecht Und arabisch wird im arabischen Unterricht aufgebaut.
00:04:59: Das ist auch die Sprache des Landes, deswegen ist es für uns wichtig dass auch die Schülerinnen und Schülern, die nicht ägyptische Eltern haben Arabisch sprechen so das wir denen das Fach Arabisch als Fremdsprache ergänzt
00:05:11: haben.
00:05:12: Also wirklich alle lernen quasi alle Sprachen kann
00:05:14: man schon sagen.
00:05:15: also alle sprechen Deutsch, alle sprechen arabisch Englisch auf unterschiedlichen...
00:05:19: Deutschland, arabisch.
00:05:21: Ja, wir gehen parallel in den Kindergarten schon im letzten Kindergartensjahr.
00:05:27: Ab Klasse zwei kommt dann Englisch hinzu aktuell und ab Klasse sechs aktuell Französisch.
00:05:32: So dass praktisch unsere Kinder, wenn sie hier bleiben bis zum Ende, sehr vielsprachig werden.
00:05:40: Plus
00:05:41: die fragen ihr, wie sie
00:05:42: noch zu Hause
00:05:42: sprechen?
00:05:44: Und unsere Lehrpersonen sind grundsätzlich angehalten, mit den Kindern auf Deutsch zu kommunizieren.
00:05:50: Soweit sie es denn auch sprechen und unserer arabische Lehrer dann eben arabisch das da kein Sprachenhörer entsteht und für die Kinder bleibt dann eben klar welche Sprache zu welchem Lernbereich oder auch zu welcher Lehrperson gehört.
00:06:04: Und diese Struktur ist dann auch für diesen mehrsprachigen Kinder einfach wichtig dass die Sicherheit in den einzelnen Sprachen aufbauen.
00:06:13: ja für uns sind Sprachen der Schlüssel zur Welt und Mehrsprachigkeit braucht die gute Begleitung, die Konsequenz und Orientierung im Alltag.
00:06:25: Und wie gesagt, Mehrsprachigkeit und Internationalität.
00:06:28: Das geht ja so hand in Hand.
00:06:30: Was lernen die Kinder oder Jugendlichen voneinander?
00:06:32: Wenn so viele Nationalitäten – wir haben ja vorhin gehört um die siebzehn Sprachen- und kulturell hintegrunde wenn die wie selbstverständlich hier an diesem Ort zusammenkommen.
00:06:42: Also unsere Schule ist sehr international, haben wir schon festgestellt.
00:06:46: Wir haben Kinder aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Sprachen, verschiedenen kulturellen Hinterkünden, die jeden Tag miteinander lernen und leben Und wir sehen darin eine große Chance, weil die Kinder sehr früh lernen, dass Menschen unterschiedlich denken, sprechen und leben.
00:07:03: und dass man trotzdem Gemeinsamkeiten finden kann, spielen kann, gemeinsam Verantwortung übernehmen kann.
00:07:10: Internationalität bedeutet für uns nicht nur das die vielen Nationen vertreten sind sondern dass sich die Kinder im Alltag begegnen.
00:07:18: wir feiern verschiedene Feste Wir feiern Weihnachten, wir feieren Ramadan, wir Feiern Ostern.
00:07:26: Das ist das, denke ich was unseren Alltag ausmacht.
00:07:28: Wir haben immer einen sehr schönen Weihnachtsmarkt wo sich alle Kinder beteiligen und es ist uns auch einfach wichtig dass ja da gegenseitiges Verständnis und Offenheit herrscht.
00:07:41: Ja also man kriegt so ein Einblick in die ganz unterschiedlichen Kulturen Auch die wichtigen Feste und Feiertage.
00:07:48: Jetzt ist die Schweizer Schule Ran-Education Erguna ja quasi auch ein Teil der großen Ran-Educationsfamilie, gibt es besondere Verbindungen zum Beispiel zu Schweizerschule Ran Education Mailand oder zu den Standorten in Deutschland oder Polen?
00:08:03: Also die Vorteile dass wir Teil der Ran Education Gruppe sind haben wir im letzten Jahr sehr sehr doll gemerkt und davon profitieren können.
00:08:11: Wir sind eingebundenes in den größeren Bildungsnetzwerks So das Austausch natürlich besteht mit Leipzig, Cairo, Neuzelle, Mailand.
00:08:21: Dadurch bekommen wir fachlichen Rückhalt und aber auch langfristig verschiedene Bildungswege für unsere Schülerinnen und Schüler beispielsweise auch im Zusammenarbeit mit Neuzellen.
00:08:31: Dieses Netzwerk ist für uns sehr wichtig weil wir Erfahrungen teilen und voneinander lernen können.
00:08:36: Wir sind gerade dabei gemeinsam mit dem Standort Meilen
00:08:40: Und unser neuer Standort Grofes-Mühle
00:08:43: zu schauen, ob wir bzw.
00:08:45: wie wir ein Sommercamp für die Sommerferien in den Jahr- und-Zwanzig gemeinsam gestalten können, wovon dann praktisch drei Standorte profitieren?
00:08:54: Ja also quasi
00:08:56: einen Camp
00:08:57: von einem Schweizer geprägten Schwalzer Schuljahr.
00:09:00: Genau da sind wir gerade dabei das Konzept gemeinsam zu entwickeln.
00:09:05: Mit Blick so in die Zukunft was ist für die Zukunft geplant?
00:09:08: für den
00:09:09: Standort?
00:09:10: Also unsere Schule wird sich weiterentwickelt in den nächsten Jahren.
00:09:15: Ganz wichtige Themen sind Teamaufbauweiter, Qualitätsentwicklung ganz klare Anschlussmöglichkeiten nach der Schule für unseren Schülerinnen und Schülern.
00:09:24: Deswegen ist es ganz wichtig für uns dass wir die IB Autorisierung bekommen.
00:09:29: aktuell sind wir IB Kandidatenschule.
00:09:32: Perspektivisch möchten wir einen international anschlussfähigen Bildungsweg anbieten können.
00:09:38: Momentan ist unsere Klasse zehn das vorbereitende Jahr und wir arbeiten darauf hin, dass wir ab dem nächsten Jahr das DP, das Diplomaprogramm hier anbieten können.
00:09:49: Sehr schön!
00:09:50: Dann ganz herzlichen Dank für deinen Einblick.
00:09:52: hast du noch was auf den Herzen so, was du noch gerne den Hörerinnen und Hörern mit an die Hand geben möchtest zum Abschluss?
00:09:58: oder war so alles wichtige rund um diesen besonderen Standort mit dabei?
00:10:02: Nein, ich wünsche mir dass unsere Schule im Ort bleibt an dem die Kinder gerne lernen.
00:10:07: Die Lehrpersonen sehr gerne hinfällt und alle Mitarbeiter das die Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen und sich als Teil eines starken internationalen Teams und Gemeinschaft auch erleben.
00:10:21: Und natürlich möchten wir in der Schule sein, in der Kinder fachlich wachsen.
00:10:25: Sich wohlfühlen und mutig ihren eigenen Weg gehen können.
00:10:29: Darauf freuen wir uns im zweiten Jahr zur Schule weiterzulegen.
00:10:35: Dann ganz herzlichen
00:10:36: Dank für das
00:10:36: Gespräch!
00:10:37: Wir freuen uns auf die nächsten kommenden Jahre und auf die nächste Gelegenheit, wenn wir wieder auch hier sein können.